USA - Hawaii                                                                                                               O'ahu, maui,  big island, kauai

7. Juli - 31. Juli 2016

Waikiki Beach, O'ahu
Waikiki Beach, O'ahu
Einkaufsstrasse am Waikikibeach
Einkaufsstrasse am Waikikibeach
Maui
Maui
Silberschwert auf dem Haleakala
Silberschwert auf dem Haleakala
Hawaiigans (Nene)
Hawaiigans (Nene)
Road to Hana
Road to Hana
Blacksand Beach, Maui
Blacksand Beach, Maui
Makahiku Falls, Maui
Makahiku Falls, Maui
Hono Lua, Maui
Hono Lua, Maui
Klippenspringen, Ka Lae
Klippenspringen, Ka Lae
Auf dem Weg zum Green Sand Beach
Auf dem Weg zum Green Sand Beach
Auf dem Weg zum Green Sand Beach
Auf dem Weg zum Green Sand Beach
Greensand Beach, Big Island
Greensand Beach, Big Island
Auf dem Weg zur Lava
Auf dem Weg zur Lava
erstarrte Lava
erstarrte Lava
flüssige Lava des Kilaueas
flüssige Lava des Kilaueas
Kua Bay
Kua Bay
Mauna Kea
Mauna Kea
Ziplining
Ziplining
Waimea Canyon
Waimea Canyon
Regenbogeneukalyptus
Regenbogeneukalyptus
Napali Coast
Napali Coast

Dieses unvergessliche Abenteuer entstand an einem kalten und nassen Tag bei einem Familienessen.

Meine Schwester und ich sehnten uns nach Wärme, Strand, Wellen, Berge und Täler... und wo findet man all dies? HAWAII!!!!

 

Ich kramte meine Weltkarte hervor und suchte 'mal irgendwo im Pazifischen Ozean nach den berühmten Inseln Hawaii. Et voilà... Hawaii liegt ganz genau auf der gegenüberliegenden Seite von Solothurn. 

 

 

Einige Wochen später waren sieben Flüge gebucht. 

Richtig gelesen - sieben! Meine Eltern, meine Schwester, ihre Tochter, ihr Freund, mein Freund und ich. Die ganze Familienbande eben. 

 

Da wir natürlich keinerlei Hawaiikenntnisse besassen, stützten wir die Auswahl der Inseln auf Beschreibungen einiger Reiseführer. 

  • O'ahu war, aus flugtechnischen Gründen, automatisch auf unserer Liste.
  • Maui wurde in Reiseberichten als Strandparadies beschrieben.
  • Big Island ist bekannt als die Vulkan- und Lavainsel.
  • Kauai kannte ich nur aus "Jurassic Park" :)

Auf jeder Insel reservierten wir im Voraus Autos (SUVs).

Ausser auf O'ahu, mieteten wir jeweils zwei Autos. So hatten wir genügend Platz und konnten auch etwas unabhängiger voneinander sein. 

 

 

Am 7. Juli startete unser Abenteuer. 

Von Zürich flogen wir nonstop nach Los Angeles.

Von dort aus ging es weiter nach Honolulu. 

 

Schon in der Nacht, auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel, staunte ich. So viele Wolkenkratzer, die zum Himmel ragten.

Unser Hotel (Hyatt Regency) lag direkt am Waikiki Beach. 

 

Bei Tageslicht erinnerte mich Honolulu an Miami.

Strand mit Stadt bzw. Stadt mit Strand.

Schon früh am Morgen wimmelte es am Waikiki Beach von Menschen. Hunderte von Surfern, ob Anfänger oder bereits Fortgeschrittene, tummelten sich in den Wellen. 

Je älter der Tag wurde, desto weniger Strand.

Dicht aneinander gereiht, sassen die Touris mit ihren Sonnenschirmen. 

 

Pearl Harbor erreichten wir mit dem Auto gut.

Wir haben keinerlei Tickets reserviert. Eigentlich waren an diesem Tag alle Shuttleboote zum Arizona-Memorial ausgebucht. Mit viel Glück, ergatterten wir sieben nicht abgeholte Tickets!

Ein Besuch im Museum war interessant. Die vielen Fotografien und Marineutensilien waren eindrücklich. Auch die Besichtigung des Arizona-Memorials hat sich gelohnt. 

Ein Halbtag reicht gut, um diese Sehenswürdigkeit zu besuchen. 

 

Nach Pearl Harbor fuhren wir Richtung Waimea Bay. Schon schnell verabschiedete sich die Grossstadt und die Natur begrüsste uns. An einem schönen Strand (es gibt viele davon) gönnten wir uns eine Abkühlung im Meer.

 

Am nächsten Tag besuchten meine Eltern das Polynesian Cultural Center. Lohnenswert, wenn man sich für die polynesischen Traditionen und deren farbenprächtigen Trachten und Handwerkskunst interessiert. 

 

Für diejenigen, die gerne einkaufen... Ala Moana Center.

Es ist das grösste Freiluft-Einkaufszentrum der Welt.

Deko, Schmuck, Kleider, Restaurants etc. Von Luxus- bis zu Surfermarken. Im Ala Moana findest du alles. 

 

Fazit O'ahu: Wir verbrachten nur zwei Tage auf O'ahu. Ich habe also fast nichts von dieser grossen Insel gesehen. 

In diesem Moment freute ich mich auf Naturpur und Abenteuer. 

Oahu könnte dies sicherlich bieten. (Ich habe schon von "Stairs to heaven" gelesen und Fotos gesehen. Hätte mich gereizt. Ist jedoch illegal, nicht einfach zu finden und auch nicht ganz ungefährlich. Schade!)

Die Orte, die ich sah, waren für mich zu touristisch. 

 

Der berühmte Waikiki Beach ist ein schöner Strand mit schönem Meer. Aber wie gesagt: too crowded! 

Wenn man aber schon dort ist... setz dich an ein schattiges Plätzchen und beobachte die Leute. :)

 

 

Weiter ging die Reise nach Maui.

Unser Hotel (Sheraton) lag an der Kaanapali Küste. 

Wir verbrachten 7 Tage auf Maui. Genug, um uns die Insel 'mal genauer anzuschauen. 

 

Lahaina erreichten wir mit dem Auto in ca. 10 Minuten. Es ist ein altes Walfängerdörfchen. Alte Holzhäuser mit Surfershops, Souvenirläden,Restaurants und Gelaterias säumen die Hauptstrasse. Ein Ort, um einen gemütlichen Abend zu verbringen.

Mein Tip: Bubba Gump Shrimp - Eine Restaurantkette, bekannt aus dem Film Forest Gump. Sehr, sehr gut! 

 

An einem Tag fuhren wir mit dem Auto auf den Haleakala Krater.  Die Fahrt dauerte lange, ca. 3h. Das "Haus der Sonne" ist 3055m hoch. Habe die Höhe in Form starker Kopfschmerzen gespürt.

Hat sich aber trotzdem gelohnt. 

Auf Grund der Trockenheit und Höhe wächst dort (und nur dort!) eine Pflanze mit dem Namen "Silberschwert".  

Auf dem Weg zum Krater entdeckte ich die seltene Hawaiigans "Nene". 

 

Wunderschön und lohnenswert ist die Road to Hana und weiter nach Kaupo. 

Eine Fahrt durch atemberaubende Natur. Um dich herum Dschungel. Ab und zu taucht die Küste mit messerscharfem Gestein auf. Ich konnte mich ab all dem Grün gar nicht satt sehen. Viele Pflanzenarten kannte ich von zu Hause...aber die Dimensionen von den Pflanzen waren unvergleichbar. Alles war in XXL! 

Ich versuchte das Grün, die Grösse, das ganze Erlebnis auf Fotos zu bringen... ging aber nicht. Also einfach aus dem Fenster schauen und geniessen!

 

Wer den Weg zur Road to Hana fährt, sollte auch noch einen Abstecher zum Blacksand Beach machen. 

Er ist im Waianapanapa State Park zu finden. Er ist ganz einfach zu erreichen. Leider. Ist etwas einfach zu erreichen, muss man mit vielen Touristen rechnen. So war es auch. 

Egal! Da ich Sandsammlerin bin, ist es für mich ein Muss! Meine Sandsammlung besitzt jetzt nämlich schwarzen vulkanischen Sand!  

Für mich hat es sich also gelohnt. :)

 

Die Jungs und mein 10jähriges Gottemädchen hatten bei den Makahiku Wasserfällen ihren Spass. 

Nach einem kurzen Spaziergang gibt es kleinere Wasserfälle mit badetauglichen Wasserfallbecken. Ein paar Sprünge aus ca. 5 Meter Höhe war eine gute Abkühlung.

 

Wer gerne schnorchelt, kommt in Hono Lua auf seine Kosten: 

Eine Steinbucht mit vielen schattigen Plätzchen.

An der Strasse stellt man das Auto ab. Der Weg zur Buchst ist ein Spaziergang durch einen Märchendschungel mit Überquerung eines schmalen Baches.

Beim Schnorcheln, genoss ich die schöne Unterwasserwelt.

Viele Griffelseeigel, Babykofferfische, Muränen, Schildkröten und eine kleine Meeresschlange entdeckten wir. 

 

Fazit Maui: In Reiseführern las ich von vielen paradiesischen Stränden. Die Strände waren schön und gut, habe aber mehr von Maui erwartet. (Vielleicht haben wir sie auch nicht gefunden!) Allgemein hat mir Maui aber gut gefallen. Im Nachhinein hätten mir 4-5 Tage gereicht. 

 

 

Unser nächster Halt war Big Island

Das Hotel (Sheraton) lag in der Keauhou Bay auf der Kona Seite.

6 Tage hatten wir Zeit, um die jüngste, noch immer wachsende, Insel zu entdecken. 

 

Schon vor der Reise las ich im Reiseführer etwas über einen Strand mit grünem Sand. Klar, da musste ich natürlich hin.

Die Reise zum Strand, führte uns nach Ka Lae, dem südlichsten Punkt der USA. (Der wirkliche südlichste Punkt ist nämlich nicht in Florida!) Eigentlich nichts Besonderes, nur rote Erde weit und breit. 

Für einen Adrealinkick gibt es ganz in der Nähe eine ca. 14m hohe Klippe zum Springen. 

Brauchte viel Mut, war aber stolz! :)

Ein Fussmarsch zum Papakolea Green Sand Beach dauerte etwas mehr als eine Stunde. Als Alternative könnte man auch Einheimische bezahlen, damit sie dich mit ihren 4x4 Wagen zur Bucht fahren.

Der Weg führte an Lavabuchten und steppenähnlicher Landschaft vorbei. Auf einmal lief ich in roter staubiger Erde. 

Für den Marsch sollte man besser ausgerüstet sein, als ich es war. Turnschuhe, Sonnenschutz und Wasser wären nicht schlecht!

Da es möglich ist, den Marsch mit Autos zu umgehen, hatte es auch dort wieder viele Touristen.

Auch dieser Strand lohnte sich für meine Sandsammlung.

 

Nun komme ich zum Spektakulärsten auf Big Island: flüssige Lava. Der Kilauea ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Als uns gesagt wurde, dass es möglich sei, die Lava hautnah erleben zu können, war für uns klar: da müssen wir hin! Mit dem Auto fuhren wir an die Westküste. Von dort konnte man entweder zu Fuss oder mit dem Velo zur Lava gelangen. Ein Mietstand für Fahrräder gab es direkt bei den Parkplätzen (10$ pro Stunde).

Schon die Velofahrt neben Lavafeldern war imposant. Nach ca. 45' gemütlichem Fahren, parkten wir die Velos und marschierten Richtung Norden. Schon nach 10' wurde es wärmer. Plötzlich sah ich es: flüssige Lava schlängelte sich ganz langsam über bereits erstarrte Lava.

Dies zu erleben, war gigantisch!

Diesmal hatten wir genügend Wasser dabei - brauchten es auch, denn die Wärme macht durstig. Trekkingschuhe genügen.

Wir blieben, bis es dunkel wurde. Das hat sich gelohnt. Bei Nacht ist die Lava noch besser zu sehen. Achtung aber beim Zurückwandern auf den Lavafeldern. Da man altes von neuem Lavafeld nicht unterscheiden kann, muss man vorsichtig sein. Wenn es warm wird, sofort die Richtung wechseln!

Wer in nächster Zeit Big Island besucht, hat die Chance zu sehen, wie die Lava in den Ozean fliesst. Leider waren wir einige Tage zu früh und zu diesem Zeitpunkt bereits auf der nächsten Insel. 

 

Von Kona bis zur Spitze des Mauna Keas dauerte es mit dem Auto ca. 3h. Ich startete den Tag mit Shorts, Tshirt und Flipflops. Auf 4205m Höhe war es schwierig lange Hosen, Pullover und Windjacke anzuziehen. Der Wind war so stark. Ich konnte mich fast in den Wind legen. 

Durch den schnellen Auf- und Abstieg hatte ich wieder höllische Kopfschmerzen! 

 

Die Zipline Tour bei den Akaka Falls war zwar nicht günstig, aber eine witzige Familienaktivität. Die langen Ziplines führten über Dschungel und Wasserfälle. Unsere Guides waren amüsant und wir fühlten uns immer sicher. 

 

Fazit Big Island: Eine sehr abwechslungsreiche Insel. Big Island hat elf von dreizehn Klimazonen. Es ist also gut möglich, dass du an einem Tag  verschiedenste Vegetationen siehst. Das beeindruckte mich sehr. Big Island ist gross, die Grösste von allen. Man braucht also viel Zeit, von einem Ort zum Andern zu gelangen. Die 6 Tage brauchten wir, um uns einen guten Überblick von Big Island zu verschaffen.

Tolle und viel zu bietende Insel! 

 

 

Kauai - die letzte Insel. Kauai ist die älteste Insel des Archipels. Daher ist es wohl auch die Üppigste und Grünste. 

In Kauai verbrachten wir (leider!) nur 4 Nächte. 

Unser Hotel (Grand Hyatt) lag im Süden in der Nähe von Poipu.

 

Der Waimea Canyon ist dem grossen Bruder "Grand Canyon" ähnlich - nur etwas kleiner und grüner. Vor dem Abgrund eines solchen Naturwunders zu stehen... einfach wow! 

Während der Fahrt findet man immer wieder Bäche und kleine Wasserfälle, die sich durch das rote Gestein schlängeln. Gut für kurze Autopausen. 

 

In Maui, auf der Road to Hana, habe ich sie verpasst. Nach langem Suchen im Internet habe ich herausgefunden, wo ich sie in Kauai finden kann. Die Regenbogenbäume! Im Arboretum auf der Ostseite der Insel war es mir endlich möglich, diese Wunderbäume zu bestaunen. 

Von dort aus, führt eine holprige Strasse ins Nirgendwo. Es lohnt sich dieser einige Kilometer zu folgen. Wieder einmal: Pure Natur! 

 

Für den letzten Tag buchten wir einen Helikopterflug.

Nach langem Warten und einem Einführungsfilm, begann es zu regnen. Es war nicht mehr möglich zu fliegen. Wir waren alle total enttäuscht. So schnell wie der Regen kam, so schnell kam auch wieder die Sonne. Zum Glück! So konnten wir trotzdem noch starten und der Heliflug war ein wirkliches Highlight! Eine Stunde lang durfte ich Kauai von oben bestaunen. Waimea Canyon, der Ursprung Kauais, Napali Coast... diese Schönheit der Natur kann ich gar nicht in Worte fassen. Unbeschreiblich! Wer die Möglichkeit hat - unbedingt tun! 

 

Fazit Kauai: Leider, leider hatten wir nur drei ganze Tage auf Kauai. Es gäbe noch so viele schöne Orte. Orte, zu denen man nur durch Wandern gelangen kann. Also da bin ich mir sicher, auf Kauai war ich nicht das letzte Mal. :)

 

 

In Oahu verbrachten wir noch einen Tag. 

Beim zweiten Besuch in Honolulu gefiel es mir viel besser. Vielleicht war ich, wie auch der Rest der Family, entspannter. Wir schlenderten dem Waikikibeach entlang und genossen die hawaiianische Wärme, die hawaiianischen Tänzerinnen, die hawaiianische Atmosphäre... 

 

 

An manchen Tagen erwische ich mich, wie ich vom Alltag ins Paradies abtauche. Leider nur in Gedanken... aber auch das tut gut. 

Heute weiss ich nämlich, dass diese Pünktchen - irgendwo im Pazifischen Ozean - grosse Naturwunder sind. 

 

 

Pele, ich komme wieder.

Jeden Tag bereiten mir deine Steine und dein Sand Freude. :)

 

 

An meine wunderbare Ohana!

Diese Ferien vergesse ich nie!

Mahalo!

 

 

Nadine