Uhrzeit

Ich denke es jedes Jahr wieder: Die Uhrzeit ist kein einfaches Thema. Die Kinder rechnen nicht mehr im gewohnten Dezimalsystem, sondern mit 24 Stunden, 60 Minuten und 60 Sekunden. Zudem bedeutet 6 Uhr entweder 6 Uhr morgens oder 6 Uhr abends bzw. 18 Uhr. Zudem ist die Zeit nicht fassbar, was das Thema noch komplexer macht. 

Wie also soll man Kindern die Uhrzeit zeigen oder lernen?

Zu Beginn habe ich immer wieder versucht, den Kindern den Tagesablauf so einfach wie möglich aufzuzeigen. Nach vielen Versuchen und Ausprobieren , habe ich eine Art Tagesablaufuhr (Foto1) entworfen.  Kaum zu glauben... die Kinder konnten sich den Tagesablauf plötzlich besser vorstellen. Natürlich braucht es weiterhin viel Übungen und Wiederholungen. Aber anhand dieser Uhr begreifen sie 6 Uhr bzw. 18 Uhr. Ich habe diese Vorlage kopiert, laminiert und nun liegt sie griffbereit im Hilfssystem.

Zum Berechnen der Uhrzeiten brauchen wir verschiedene "Minuten-Schnitze" (Foto2). Auch mit dieser kleinen Hilfe fällt es den Kids leichter, Zeitaufgaben zu lösen. 

Falls jemand noch andere Ideen, Tipps oder Material auf Lager hat... bitte melden. Bin um jeden Trick dankbar. ;)

Unterrichtseinheit Geld

In diesem Jahr hat die Unterrichtseinheit Geld mit der Einführung der neuen 20er-Note gestartet. Der aktuelle Bezug ist für die Kinder immer sehr spannend und ermöglicht mir einen realitätsnahen und lustbetonten Einstieg in das Thema. Zum Start haben wir uns in der ersten Woche mit der alten und neuen Note befasst, haben die Sicherheitsmerkmale unter die Lupe genommen und verglichen, sowie die Geschichte des Geldes angeschaut. Im Anschluss ging es darum, auch die anderen Noten und Münzen kennenzulernen, diese ihrem Wert entsprechend zu ordnen sowie von "fremdem" Geld zu unterscheiden. Dazu haben die Kinder Frottagen gemacht, anschliessend - je nach Niveau, Hinter- und Vorderseite verbunden, nach dem Wert geordnet oder auch zusammengezählt. Als nächstes ging es darum, Franken- oder auch Rappenbeträge in verschiedenen Möglichkeiten darzustellen. Dazu konnten die Kinder mit den Stempeln arbeiten oder bei der "Bank" (jeweils 2-3 Kinder) Geld abheben. Dabei nannte der "Kunde" den Geldbetrag, die "Bank" wählte die Zusammenstellung der Münzen und/oder Noten. Am Platz wurden die abgehobenen Beträge dokumentiert. Parallel dazu lernten die Kinder auch, Franken und Rappen zusammenzurechnen. Dazu durften sie beim Geldautomaten (Foto 3) Münzen rauslassen, zusammenrechnen und wiederum dokumentieren. Als letzter Schritt folgte dann das Kaufen/Verkaufen. Dazu konnten die Kinder aus Werbeprospekten Produkte ausschneiden und aufkleben, den Betrag passend dazu zeichnen oder mehr Geld "geben", so dass sie das Rückgeld berechnen konnten. Die Kinder entschieden dabei selber, ob sie die Rappen in den Preisen dazu nahmen oder wegliessen. Als Abschluss der Unterrichtseinheit machten wir einen Markt, bei dem alle Kinder einmal Verkäufer und Kunde sein durften.

Die ganze Unterrichtseinheit hatte durch die Aufgabenstellungen eine natürliche Binnendifferenzierung. Die Kinder konnten fast immer selber entscheiden, in welchem Zahlenraum sie arbeiten möchten, ob Franke oder Rappen, ob mit oder ohne Rückgeld etc. Die Lernkontrolle hat gezeigt, dass am Ende alle Kinder die Lernziele ihrer Stufe erreicht hatten.


Orientierung im 100er-Feld

Auf Steine wurden die Zahlen 1-100 geschrieben. 

Die Zahlen können in verschiedenen Arten angeordnet werden. 

  • Auf einem 100er Feld mit gedruckten Zahlen: Das Kind kann die Zahlen suchen und ins richtige Feld legen.
  • Auf einem 100er Feld mit nur einzelnen gedruckten Zahlen (hier Zehnern): Diese Variante ist bereits schwieriger. Das Kind hat aber immer noch eine Struktur vom 100er Feld und kann sich so daran orientieren.
  • Leeres Brett: Es hat weder ein Feld noch vorgedruckte Zahlen. Das Kind muss also bereits eine gute Vorstellung vom Hunderterfeld  haben. Wir machen das Kind aufmerksam, dass das Hunderterfeld eine ganz bestimmte Ordnung hat und auch einhalten werden muss. (alle gleichen Einer schön untereinander - siehe 3. Bild) Als Hilfe dient das grüne Brett. 

 

Es ist eine Arbeit, die man immer wieder machen kann und die Kinder lieben es! ;)

Zerlegen

Mit den Kindern der 1. Klasse habe ich das Zerlegen eingeführt. Dazu habe ich aus Kartonschachteln kleine Theater gebastelt und mit Spielfiguren "Kinder" symbolisiert. Miteinander haben wir definiert, wie viele "Kinder" (z.B. 5) ein Theater aufführen. Dann haben wir mit allen "Kindern" hinter dem Vorhang gestartet. Nach und nach kamen immer ein "Kind" nach dem anderen auf die Bühne. Dabei überlegten wir uns immer wieder, wie viele "Kinder" noch hinter dem Vorhang stehen und kontrollierten. Danach durften die Kinder zu zweit selber die "Kinder" auf der Bühne platzieren und sich damit gegenseitig Aufgaben stellen. Später erhielten sie den Auftrag, die Situationen schriftlich auf dem jeweiligen Blatt festzuhalten (siehe Blatt oben rechts). Um die Aufgabe etwas schwieriger zu machen, durfte jede Situation nur einmal gezeichnet, bzw. geschrieben werden. Um den Kindern auch gleich die Form des Zahlenhauses vertraut zu machen, habe ich es ebenfalls aufs Blatt gepackt. Jede gezeichnete Situation musste am Schluss auch im Zahlenhaus eingetragen sein. Für die schnellen Kinder habe ich dann noch die Schüttelkästen eingesetzt, welche ebenfalls mit etwas Fantasie eine Bühne und einen Vorhang haben.

Zehner/Einer, Stellenwert

Auf Tellern habe ich verschiedene Materialien (pro Teller ein Material mit 11-19 Stk.) für die Kinder der 1. Klasse bereitgelegt. Ihre Aufgabe war dann, diese in jeweils einen Eierkarton (Schiff mit Steg) einzufüllen. Zuerst musste dazu das Schiff gefüllt werden (links) und alles was keinen Platz mehr hatte, am Steg (rechts) warten. Dann mussten die Passagiere sowie die Wartenden gezählt und das Ergebnis auf gelben (Zehner) und blauen (Einer) Zetteln festgehalten werden. In einem nächsten Schritt haben wir einige Schiffe miteinander angeschaut und versucht, ohne zu zählen die Passagiere sowie die Wartenden als Summe zu erfassen. Dazu konnten wir die blaue Zahl über die Gelbe legen. Anschliessend haben die Kinder dann ein Arbeitsblatt gelöst (links, Original aus "Inklusionskiste"). Schliesslich sind wir dann bei den Zehner und Einer gelandet, um die Passagiere in einer einfacheren Form festzuhalten, als Punkte auf dem 20er-Feld anzumalen (AB rechts, Original aus "Komm mit-Rechne mit"). Für die Kinder war dieser Schritt mehr als logisch und Zehner/Einer damit spielerisch und verständlich eingeführt ;-)!

Den Eierkarton als Schiff nutze ich übrigens auch jeweils beim Zehnerübergang für die Addition. 

Profax
Profax
Little Professor
Little Professor
Rechenspiel (ZR 0-100)
Rechenspiel (ZR 0-100)
Fit Karten von Schubi
Fit Karten von Schubi
Rechen Puzzles von Schubi
Rechen Puzzles von Schubi

Angebote im Matheunterricht

Unserer Meinung nach gibt es im Rechnen viele gute, tolle und schöne Hilfsmaterialien, die den Unterricht "aufpeppen".

Auf so viele Arten können die Kinder lustvoll, z.B. die Orientierung im 20er oder 100er Raum, spielerisch üben.

In diesem Abschnitt beschränken wir uns nur auf Angebote, die wir nebst Arbeitsblättern, Büchern und Heften, zum Üben und Automatisieren der Lerninhalte anwenden. Es sind Angebote, die einfach zu handhaben sind. Übungen, mit Selbstkontrolle sind uns da sehr willkommen.