Pädagogik ist die kunst, aus zwergen Durchschnittsmenschen zu machen, die sich für riesen halten.


Nachfolgend halten wir verschiedene Sachen aus unserem Unterricht fest. Noch ist alles wild durcheinander und reicht von Geburtstagsritual über BG-Arbeiten bis hin zu Schulzimmerorganisation oder praktische Ideen aus dem Schulalltag. 

Nadine unterrichtet eine altersgemischte 1./2. Klasse, Flavia eine Basisstufe (KG, 1./2.Kl.) mit der Hauptverantwortung für die Schulkinder. Die meisten Beiträge sind daher für die 1./2. Klasse geeignet, sind teilweise aber auch Kindergartentauglich und können natürlich auch für oberer Klassen adaptiert werden. Damit ihr wisst, auf welcher Stufe wir die Sachen (z.B. BG-Arbeiten) durchgeführt haben, machen wir am Ende eine kurze Notiz. 



Orientierung im 100er-Feld

Auf Steine wurden die Zahlen 1-100 geschrieben. 

Die Zahlen können in verschiedenen Arten angeordnet werden. 

  • Auf einem 100er Feld mit gedruckten Zahlen: Das Kind kann die Zahlen suchen und ins richtige Feld legen.
  • Auf einem 100er Feld mit nur einzelnen gedruckten Zahlen (hier Zehnern): Diese Variante ist bereits schwieriger. Das Kind hat aber immer noch eine Struktur vom 100er Feld und kann sich so daran orientieren.
  • Leeres Brett: Es hat weder ein Feld noch vorgedruckte Zahlen. Das Kind muss also bereits eine gute Vorstellung vom Hunderterfeld  haben. Wir machen das Kind aufmerksam, dass das Hunderterfeld eine ganz bestimmte Ordnung hat und auch einhalten werden muss. (alle gleichen Einer schön untereinander - siehe 3. Bild) Als Hilfe dient das grüne Brett. 

 

Es ist eine Arbeit, die man immer wieder machen kann und die Kinder lieben es! ;)


Unterrichtseinheit Geld

In diesem Jahr hat die Unterrichtseinheit Geld mit der Einführung der neuen 20er-Note gestartet. Der aktuelle Bezug ist für die Kinder immer sehr spannend und ermöglicht mir einen realitätsnahen und lustbetonten Einstieg in das Thema. Zum Start haben wir uns in der ersten Woche mit der alten und neuen Note befasst, haben die Sicherheitsmerkmale unter die Lupe genommen und verglichen, sowie die Geschichte des Geldes angeschaut. Im Anschluss ging es darum, auch die anderen Noten und Münzen kennenzulernen, diese ihrem Wert entsprechend zu ordnen sowie von "fremdem" Geld zu unterscheiden. Dazu haben die Kinder Frottagen gemacht, anschliessend - je nach Niveau, Hinter- und Vorderseite verbunden, nach dem Wert geordnet oder auch zusammengezählt. Als nächstes ging es darum, Franken- oder auch Rappenbeträge in verschiedenen Möglichkeiten darzustellen. Dazu konnten die Kinder mit den Stempeln arbeiten oder bei der "Bank" (jeweils 2-3 Kinder) Geld abheben. Dabei nannte der "Kunde" den Geldbetrag, die "Bank" wählte die Zusammenstellung der Münzen und/oder Noten. Am Platz wurden die abgehobenen Beträge dokumentiert. Parallel dazu lernten die Kinder auch, Franken und Rappen zusammenzurechnen. Dazu durften sie beim Geldautomaten (Foto 3) Münzen rauslassen, zusammenrechnen und wiederum dokumentieren. Als letzter Schritt folgte dann das Kaufen/Verkaufen. Dazu konnten die Kinder aus Werbeprospekten Produkte ausschneiden und aufkleben, den Betrag passend dazu zeichnen oder mehr Geld "geben", so dass sie das Rückgeld berechnen konnten. Die Kinder entschieden dabei selber, ob sie die Rappen in den Preisen dazu nahmen oder wegliessen. Als Abschluss der Unterrichtseinheit machten wir einen Markt, bei dem alle Kinder einmal Verkäufer und Kunde sein durften.

Die ganze Unterrichtseinheit hatte durch die Aufgabenstellungen eine natürliche Binnendifferenzierung. Die Kinder konnten fast immer selber entscheiden, in welchem Zahlenraum sie arbeiten möchten, ob Franke oder Rappen, ob mit oder ohne Rückgeld etc. Die Lernkontrolle hat gezeigt, dass am Ende alle Kinder die Lernziele ihrer Stufe erreicht hatten.



Basisschrift für den individuellen Unterricht - Auf eigenen Wegen, in eigenem Tempo, gezielt zur persönlichen Handschrift

Seit dem Schuljahr 16/17 lernen die Schüler und Schülerinnen bei uns im Schulhaus die Basisschrift. 

Meine Schulische Heilpädagogin und ich haben versucht, diese Schrift möglichst kreativ, lustvoll und mit einem logischem Ablauf den Kindern zu zeigen und beizubringen.

Nach langem Ausprobieren und "Tüfteln" entstand aus all ihren vielen Ideen, Gedanken, Überarbeitungen und Inputs nun ein Lehrmittel! Juhui! 

 

Die Kinder erforschen ihre Buchstabenabläufe selber. Sechs Prinzipien begleiten die Kinder durch verschiedene Buchstabengruppen. 

Mit individuellem Training, Klang, Rhythmus und Kreativität erreichen die Kinder in ihrem Tempo ihre persönliche Handschrift. 

 

Lea Schneider, die Heilpädagogin, bietet nun Kurse an, in denen sie ihr Lehrmittel vorstellt. 

 



Korrigier-System

Das Textschreibe-System beinhaltet vier Lernbereiche: Satzbau, Grammatik, Darstellung und Wortschatz.

Die Ziele der einzelnen Lernbereiche sind nach Farben und Schwierigkeitsgrad aufgebaut. Alle Lernziele werden in einem Koffer aufbewahrt und sind jederzeit griffbereit.

Jedes Kind besitzt ein Büchlein mit seinen individuellen Lernzielen. Meistens hat ein Kind vier bis fünf Ziele. Die Ziele werden mit jedem Kind besprochen. So weiss es, auf welche Punkte es in seinem Text achten muss.

Bei der Textkorrektur wird nur auf die jeweiligen Ziele geachtet. Mit Korrektursymbolen werden die Fehler auf der rechten Seite markiert und am unteren Seitenrand mit Strichen festgehalten. 

Auf der linken Seite ist es möglich, Rechtschreibe-Inputs zu geben. Diese zählen bei der Korrektur jedoch nicht als Fehler.

 

Im Unterricht nehmen wir uns 1 Lektion pro Woche Zeit, um explizit im Textheft zu schreiben. Die Ziele begleiten die Kids natürlich auch im restlichen Unterricht. Bei Allem wird mit den Korrektursymbolen korrigiert. 

Hier einige Ziele aus der Unterstufe: Nach jedem Satz setze ich einen Punkt. / Nach jedem Wort mache ich eine Lücke. / Ich schreibe auf die Linien. / Beim Schreiben gebe ich nicht zu viel Druck. / etc.

Es ist schön zu sehen, wenn Kinder einzelne ihrer Lernziele erreicht haben bzw. wenn ihnen gewisse Fehler nicht mehr passieren.

Im Klassenrat dürfen sie ihren Lernziel-Zettel aus ihrem Büchlein reissen. Der Lernfortschritt wird von der Klassse mit einem kurzen Applaus gefeiert. J

 

Die Anwendung dieses Systems ist simpel. Am Anfang braucht die Zielbesprechung mit jedem Einzelnen Zeit. Danach können die meisten Kids alleine an ihren Sätzen oder Texten schreiben und wir können einzelne Kinder enger betreuen. 

 

Die Schulische Heilpädagogin, Lea Schneider, hat dieses Texetbearbeitungs-System ausgeklügelt.

Es wird in meinem Schulhaus auf allen Stufen angewendet und wird von allen Lehrpersonen geschätzt. 

 

Das System gibt’s digital und kann bestellt  werden.  


Tulpenbilder

Diese Arbeit haben wir im BG- und TG-Unterricht in der Basisstufe gemacht. Die Kinder mussten dazu einen weissen Schuhschachteldeckel (aus dem Schuhladen in der Nähe) mit einem Schwämmchen und verschiedener grüner Acrylfarbe grundieren. (Bild 1) Aus Eierkartons (wir LP haben sie zuvor vorbereitet und auseinander geschnitten) haben sie dann die Tulpen geschnitten, welche später mit Plakatfarbe angemalt wurden. (Bild 2) Für das Annähen haben wir für die KG-Kinder die Tulpen mit Heissleim angeleimt, so dass sie nur noch die Knöpfe reinlegen und mit einem Stüpferli die Löcher vorbohren mussten. Mit Faden und Nadel konnten sie die Knöpfe anschliessend ohne grosse Hilfe annähen. Die anderen Kinder sind identisch vorgegangen, hatten aber die zusätzliche Schwierigkeit, dass die Tulpe bis am Ende nicht von alleine an ihrem Platz blieb. Für die Stiele haben die KG-Kinder eine längere Schnur gedreht, welche durch vorgebohrte Löcher oben bei der Tulpe und unten am Rand mit einer Wollnadel gefädelt werden konnte. (Bild 5) Die Schulkinder haben drei Fäden zusammengeknotet und diese dann von hinten nach vorne durch das obere Loch eingefädelt. Anschliessend konnten sie vorne auf dem Deckel Zöpfe flechten und unten am Deckel wieder nach hinten durchziehen. Dort haben sie die Fäden dann mit Klebstreifen fixiert. (Bild 4)

Durch die Differenzierung mit dem Anleimen der Tulpen sowie den beiden Möglichkeiten Flechten oder Kordeldrehen, konnten die Kinder diese Arbeit weitgehend selbstständig machen. Natürlich brauchten sie beim Knöpfe machen, einfädeln oder "Gnusch" lösen noch unsere Hilfe.



Thema: Die Post

Für Ideen und Anregungen kann im Internet auf der Postseite kostenloses und stufengerechtes Unterrichtsmaterial bestellt werden. 

Das Postpaket kann ich sehr empfehlen.

Um das Rollenspiel und den Umgang mit Geld zu üben, steht bei uns im Schulzimmer ein grosser Postschalter (Foto2). Das bestellte Postpaket bietet eine grosse Auswahl an Material für's Rollenspiel. Mit verschiedenen Briefmarken (Foto5/6:Rappen oder Punkte) und unterschiedlichen Preistabellen (Foto4) ist die Binnendifferenzierung im Rollenspiel möglich. 

Im Rechnen arbeiten wir zudem am Geld - passend zum Thema. 

Mit den zwei Parallelklassen pflegen wir Brieffreundschaften. Jede Woche werden fleissig Briefe geschrieben, Kuverts adressiert, Briefe gewogen, Preise berechnet, Briefmarken gekauft und geklebt und Briefe in den Klassenbriefkasten (Foto3) geworfen. Zum Schluss werden die Briefe 2x pro Woche von einem Postboten ausgeteilt. Die Kinder lieben es!

Foto1: Als Hausaufgaben hatten die 1.Klässler den Auftrag, Briefe mit Marke und Stempel in die Schule zu bringen. Die 2.Klässler brachten zwei unterschiedliche Pakete (Grösse und Gewicht) mit. Immer wieder greife ich zu unserer Postladung und mache Einstiege zu Teilgebieten (Briefmarke, Stempel, Briefe nach Grösse oder Markenwerte ordnen, Pakete nach Grösse oder Gewicht sortieren, etc.).


NMG-Thema: "Sonne, Mond und Sterne"

Vor Weihnachten haben wir uns in der Basisstufe der Frage "Wie verändert sich der Himmel?" gewidmet und damit ein verbindliches Ziel des LP21 abgedeckt. Unser Roter Faden war dabei das neuerschienene Buch "Armstrong" von Torben Kuhlmann, welches anhand einer Maus die erste Landung auf dem Mond erzählt und beschreibt. Die Bilder dieses (dicken) Bilderbuches sind beeindruckend, spannend und detailreich. 

 

Passend zum NMG-Thema haben wir dann auch gleich unseren Adventskalender gestaltet. Dazu haben wir aus Rollen (WC-Rollen oder nach Möglichkeit auch etwas dickere, stabilere Rollen) "Sternbildprojektoren" gebastelt. Mit weissem Papier und schwarzer Klebefolie haben wir eine Seite der Rolle verschlossen, die ganze Rolle mit schwarzen Papier eingefasst und mit weihnachtlichem Tape (Bea Katalog) verziert. Vorne bei der Klebefolie haben wir mit einer Nadel eines der drei Sternbilder Grosser Wagen, Orion oder Kassiopeia (Sternbilder, die man in der Nacht auch tatsächlich erkennen kann) gestochen. Mit einer Taschenlampe konnte man nun in einem dunklen Raum von unten auf der offenen Seite der Rolle hineinleuchten. Das Sternbild wurde dann an die Decke projiziert. Die Rollen haben wir in einen, mit Tüchern eingefassten, Rahmen gehängt. Jeden Tag gab es ein oder zwei Sternkinder, welche sich am Ende des Adventrituals eine Rolle aussuchen und in einer abgedunkelten Ecke ausprobieren konnten. An den leeren Platz haben wir jeweils einen gebastelten Stern gehängt, so dass wir am Ende einen Sternenhimmel im Rahmen hatten. Nebst weihnachtlichen Liedern, die wir während des Rituals gesungen haben, haben wir den Kindern Geschichten, Mythen, Märchen aber auch Fakten über die Sterne und Sternbilder erzählt. Kreismittelpunkt war ein grosses Plakat des Wintersternenhimmels. 



Uhrzeit

Ich denke es jedes Jahr wieder: Die Uhrzeit ist kein einfaches Thema. Die Kinder rechnen nicht mehr im gewohnten Dezimalsystem, sondern mit 24 Stunden, 60 Minuten und 60 Sekunden. Zudem bedeutet 6 Uhr entweder 6 Uhr morgens oder 6 Uhr abends bzw. 18 Uhr. Zudem ist die Zeit nicht fassbar, was das Thema noch komplexer macht. 

Wie also soll man Kindern die Uhrzeit zeigen oder lernen?

Zu Beginn habe ich immer wieder versucht, den Kindern den Tagesablauf so einfach wie möglich aufzuzeigen. Nach vielen Versuchen und Ausprobieren , habe ich eine Art Tagesablaufuhr (Foto1) entworfen.  Kaum zu glauben... die Kinder konnten sich den Tagesablauf plötzlich besser vorstellen. Natürlich braucht es weiterhin viel Übungen und Wiederholungen. Aber anhand dieser Uhr begreifen sie 6 Uhr bzw. 18 Uhr. Ich habe diese Vorlage kopiert, laminiert und nun liegt sie griffbereit im Hilfssystem.

Zum Berechnen der Uhrzeiten brauchen wir verschiedene "Minuten-Schnitze" (Foto2). Auch mit dieser kleinen Hilfe fällt es den Kids leichter, Zeitaufgaben zu lösen. 

Falls jemand noch andere Ideen, Tipps oder Material auf Lager hat... bitte melden. Bin um jeden Trick dankbar. ;)



Satzbau mit der 1. Klasse

 



Blätterschlacht ade!

In einer Weiterbildung habe ich eine Alternative zu Blättern und Heften entdeckt: Ein dünnes Sperrholz oder ein dicker Karton wird mit Tafelfolie bezogen. Diese Tafel kann mit Kreide oder Kreidefarben bemalt und beschrieben werden.

Wir nutzen die Tafeln für Schreibübungen, Notizen im Rechnen und zum Montagsmalen. 



Churermodell - Eine Möglichkeit der Binnendifferenzierung im Unterricht

In den Herbstferien besuchte ich, zusammen mit meiner Heilpädagogin, eine Weiterbildung zum Churermodell. (mehr Infos dazu: http://www.churermodell.ch) Ich war begeistert - von der Idee und auch der ganzen Philosophie. Viele Teilstrukturen des Modells habe ich in meinem Unterricht bereits ähnlich angewendet. Die Raumveränderung war die "drastischste" von allen. Ich war demgegenüber auch etwas kritisch und stellte mir die Fragen: Keine feste Sitzordnung? Gibt es da nicht jeden Morgen Streit um die "besten" Plätze? Wird es jeden Morgen bei der Platzsuche chaotisch? Ist es für die SchülerInnen nicht zu unstrukturiert? (Da ich mir einen sehr strukturierten und ritualisierten Unterricht gewohnt bin...)

Trotz allem nahm ich die Herausforderung an.

So fuhr ich in den Ferien zu Ikea, schraubte Regale zusammen und stellte mein ganzes Schulzimmer um.

Seit den Herbstferien unterrichte ich nun mit dem Churermodell. Am ersten Tag nach den Ferien erklärte ich den Kindern die Vorgehensweise. Von diesem Tag an läuft alles so, als hätten wir dieses Modell seit eh und je. :) 

Jedes Kind hat seine Schublade und wechselt, je nach Arbeit, seinen auserwählten Platz. Zu Beginn thematisierten wir jeden Tag die freie Platzwahl: Wo arbeite ich am besten? Wo fühle ich mich wohl? Jetzt ist es kein Thema mehr. Ich bin beeindruckt, wie gut sich die (meisten!) Kinder kennen und sich selber einschätzen können.

Ich habe das Gefühl, es herrsche eine intensivere Lernphase. Die SchülerInnen arbeiten ruhiger und konzentrierter. Ich gehe davon aus, dass sich die SchülerInnen wohl fühlen. Auch ich fühle mich wohl. Im Churermodell gilt der Raum als 3. Pädagoge. Dem stimme ich zu. 

 


Mosaik Puzzle aus Holz
Mosaik Puzzle aus Holz
Geometrie Legespiel aus Holz
Geometrie Legespiel aus Holz


Farben und Formen

Hier einige Angebote, die ich im Unterricht zur Förderung der Wahrnehmung einsetze.

Die Kinder dürfen sie in den Morgenposten nutzen.

 


Mauseloch
Mauseloch
Knete
Knete
Balancespiel
Balancespiel
Sand
Sand
Übung mit Pinzette
Übung mit Pinzette
Webrahmen
Webrahmen

Angebote für die Feinmotorik

Zusammen mit der Heilpädagogin habe ich einige Spiele und lustvolle Übungen bereit gelegt. Es sind Angebote für Kinder, die in der Graphomotorik und Feinmotorik noch Mühe haben. 

Bei diesen Übungen wird vor allem die Hand-Augen-Koordination, die Kraftdosierung, die Muskelspannung der Hand geübt. 


Zerlegen

Mit den Kindern der 1. Klasse habe ich das Zerlegen eingeführt. Dazu habe ich aus Kartonschachteln kleine Theater gebastelt und mit Spielfiguren "Kinder" symbolisiert. Miteinander haben wir definiert, wie viele "Kinder" (z.B. 5) ein Theater aufführen. Dann haben wir mit allen "Kindern" hinter dem Vorhang gestartet. Nach und nach kamen immer ein "Kind" nach dem anderen auf die Bühne. Dabei überlegten wir uns immer wieder, wie viele "Kinder" noch hinter dem Vorhang stehen und kontrollierten. Danach durften die Kinder zu zweit selber die "Kinder" auf der Bühne platzieren und sich damit gegenseitig Aufgaben stellen. Später erhielten sie den Auftrag, die Situationen schriftlich auf dem jeweiligen Blatt festzuhalten (siehe Blatt oben rechts). Um die Aufgabe etwas schwieriger zu machen, durfte jede Situation nur einmal gezeichnet, bzw. geschrieben werden. Um den Kindern auch gleich die Form des Zahlenhauses vertraut zu machen, habe ich es ebenfalls aufs Blatt gepackt. Jede gezeichnete Situation musste am Schluss auch im Zahlenhaus eingetragen sein. Für die schnellen Kinder habe ich dann noch die Schüttelkästen eingesetzt, welche ebenfalls mit etwas Fantasie eine Bühne und einen Vorhang haben.


Zehner/Einer, Stellenwert

Auf Tellern habe ich verschiedene Materialien (pro Teller ein Material mit 11-19 Stk.) für die Kinder der 1. Klasse bereitgelegt. Ihre Aufgabe war dann, diese in jeweils einen Eierkarton (Schiff mit Steg) einzufüllen. Zuerst musste dazu das Schiff gefüllt werden (links) und alles was keinen Platz mehr hatte, am Steg (rechts) warten. Dann mussten die Passagiere sowie die Wartenden gezählt und das Ergebnis auf gelben (Zehner) und blauen (Einer) Zetteln festgehalten werden. In einem nächsten Schritt haben wir einige Schiffe miteinander angeschaut und versucht, ohne zu zählen die Passagiere sowie die Wartenden als Summe zu erfassen. Dazu konnten wir die blaue Zahl über die Gelbe legen. Anschliessend haben die Kinder dann ein Arbeitsblatt gelöst (links, Original aus "Inklusionskiste"). Schliesslich sind wir dann bei den Zehner und Einer gelandet, um die Passagiere in einer einfacheren Form festzuhalten, als Punkte auf dem 20er-Feld anzumalen (AB rechts, Original aus "Komm mit-Rechne mit"). Für die Kinder war dieser Schritt mehr als logisch und Zehner/Einer damit spielerisch und verständlich eingeführt ;-)!

Den Eierkarton als Schiff nutze ich übrigens auch jeweils beim Zehnerübergang für die Addition. 


Magnetische Setzkasten
Magnetische Setzkasten
Buchstabenstempel
Buchstabenstempel
Leseschlau am Computer
Leseschlau am Computer

Angebote im Deutschunterricht

Für Abwechslung im Deutschunterricht setzte ich verschiedene Posten ein.

Bei jedem Angebot ist es möglich, verschiedene Schwierigkeitsgrade einzubauen. So versuche ich der Heterogenität gerecht zu werden und kann binnendifferenziert unterrichten. 

 

 


Profax
Profax
Little Professor (Kopfrechnen)
Little Professor (Kopfrechnen)
Math-Spiel (ZR 0-100)
Math-Spiel (ZR 0-100)
fit Karten von Schubi
fit Karten von Schubi
Rechen Puzzles von Schubi
Rechen Puzzles von Schubi

Angebote im Matheunterricht

Unserer Meinung nach gibt es im Rechnen viele gute, tolle und schöne Hilfsmaterialien, die den Unterricht "aufpeppen".

Auf so viele Arten können die Kinder lustvoll, z.B. die Orientierung im 20er oder 100er Raum, spielerisch üben.

In diesem Abschnitt beschränken wir uns nur auf Angebote, die wir nebst Arbeitsblättern, Büchern und Heften, zum Üben und Automatisieren der Lerninhalte anwenden. Es sind Angebote, die einfach zu handhaben sind. Übungen, mit Selbstkontrolle sind uns da sehr willkommen. 

 

 

 



Geburtstagsritual 

In meiner Klasse habe ich ein kurzes und nicht aufwändiges Ritual, welches die Kinder lieben. 

Das Geburikind darf den ganzen Tag im Königsthron sitzen.

Vor der Pause wird gesungen und danach knipse ich mit einer Polaroidkamera von Kind und Thron ein Foto.

Das Foto wird in ein hübsches Fotoalbum geklebt. Das Album und das Stoffsäcklein mit Inhalt (Material zum Verzieren) nimmt das Kind nach Hause. 

Die zu Hause verzierte Fotoseite darf am nächsten Tag im Kreis gezeigt werden. 

Das Stoffsäcklein und das Fotoalbum wandern mit jedem Geburikind weiter.

So entsteht ein Album mit allen Geburtstagserinnerungen.

Happy Birthday!


Schmetterlinge auf der Blumenwiese

Eine tolle BG-Arbeit für den Frühling oder Sommer. 

Untergrund: Grundierung mit Plakatfarbe

Blumen: Fingerabdrücke mit Wasserfarbe

Schmetterlinge: Seidenpapier (rechteckig) mit Pfeiffenputzer

 

Durchgeführt in Basisstufe


Frühlingswiese
Frühlingswiese
Bäume im Herbst
Bäume im Herbst
Schneckencollage
Schneckencollage
Vögel im Birkenwald
Vögel im Birkenwald

Collagen

Collagen sind immer eine tolle Arbeit. Am liebsten mögen wir sie kunterbunt. 

Ob im Frühling, Sommer, Herbst oder im Winter... da lässt sich immer 'was kleben. 

 

Durchgeführt in 1./2. Kl.



Handabdrücke

Zum Schulstart hatten wir das Thema "Wer bin ich?". Dazu eigneten sich die Handabdrücke super und so hatten wir bald eine schnelle und einfach Fensterdekoration sowie eine BG-Arbeit (links). Für die Herbstbäume haben die Kinder in die Mitte der Blätter ihre Handabrücke gemacht, anschliessend den Stamm gemalt und mit Korkzapfen die Herbstblätter gestempelt.

(Bilder und Fenster: Plakatfarbe)

 

Durchgeführt in Basisstufe



Morgenposten

Wenn die Kinder am Morgen ins Schulzimmer kommen, stehen ihnen verschiedene Morgenposten zur Verfügung. Am Morgen befestigen sie ihre Klammer an einer Stoffwand. Bei jedem Symbol steht die max. Anzahl der Kinder, die das jeweilige Angebot besetzen dürfen. Von Zeit zu Zeit wechsle ich die Auswahl der Aktivitäten aus. Ich schaue, dass möglichst alle Bereiche abgedeckt sind. Ideen für Posten: Puzzles, Handarbeiten, Kindermagazine, Themenbücher, Fragen beantworten bei Antolin, Mandelas, Knobelspiele, Knete, Blitzrechnen, basteln, Kombinierspiele, Bauklötze, Kapplas, etc. Die Kids arbeiten ca. 10-15 min an den Posten. Danach wird immer ein Punkt des Symbols ausgemalt. So habe ich den Überblick und kann einzelne Kinder, wenn nötig, auch etwas steuern.

Dieses System kennen die Kinder bereits vom Kindergarten. 

Ich nutze die Angebote auch als "Kopfpause". 



Morgenatelier

Die ersten 10-20 Minuten am Morgen arbeiten die Kinder im Morgenatelier. Das Morgenatelier beinhaltet neben Hausaufgaben korrigieren (Rotes Mäppli im Fächli), Sachen fertig machen, Lesen, Blitzrechnen am PC, Bücher im Antolin beantworten, auch das Morgenateliergestell. Haben die Kinder am Morgen eine Karte auf dem Tisch, ist dies ihre Arbeit im Morgenatelier,haben sie keine Karte, wählen sie eine Arbeit aus dem Gestell. Das Gestell ist unterteilt in 1. (links),  2. Schuljahr (rechts) und deckt vorwiegend die beiden Unterrichtsfächer Sprache und Rechnen ab. Die Materialien sind meist Lernspiele und/oder so gut als möglich lustbetont. Im aktuellen Gestell finden sich für das 1. Schuljahr zum Beispiel laminierte Mengenkärtchen, bei denen die passende Zahl mit Folienschreiber geschrieben werden muss, Setzkästen (ich nenne sie Laptops :-)!) zum Wörter schreiben, Klammerkarten, Fit Karten (Schubi), Lies Mal Heftchen, Zahlenspiele oder auch die Spiele 11er-raus und Halli Galli. Für die Kinder im 2. Schuljahr  habe ich Tagebücher im Angebot, Fit- und Klammerkarten, Punktebilder mit Zahlen 1-100 zum Verbinden, Buchstabenabläufe üben und Spiele wie Lobo77 oder Lucky Numbers. Den Inhalt des Gestells wechsle ich von Zeit zu Zeit. Immer wenn die Kinder an etwas gearbeitet haben, kreuzen sie einen Daumen ab, so dass ich den Überblick habe, wer wo und wie viel gearbeitet hat.